Es ist also amtlich: dem gemeinen Volk wird von Amts wegen viel Geld nicht gegeben. Kein Problem: wenn man unfähig ist, die Inflation in den Griff zu bekommen, Preise effizient zu kontrollieren, doch selbst viel Geld braucht, greift man in die Taschen… des kleinen Mannes. Man moduliert den Indexmechanismus mit der hinterhältigen Absicht seiner schleichenden Abschaffung. Grandios! Man muss schließlich sparen. Triple-A Ratings oblige, modern Times in EU-Realpolitik eben.
Das Staatsbudget muss unbedingt den EU-Vorgaben entsprechen, das Staatsdefizit tunlichst niedrig sein. Man ist doch EU-Musterländchen. An die Finanzen der Kapitalisten traut man sich eh nicht, denn die müssen schließlich immer reicher und dementsprechend bei Laune gehalten werden. Mit denen können wir uns nicht anlegen. Die Gewerkschaften haben gefälligst das Maul zu halten, ihre Kameraden und Genossen in Regierung und Parlament sind, bis auf eine Idealistin, die eh nie spurt, längst auf Linie gebracht. Was will man mehr? Marienland in Reinkultur! Auch anderen sind wir verpflichtet, für die die der populace, dem bas peuple, vorenthaltenen Indexgelder gerade richtig kommen. Bommeleeër-Absicht mit längst drastisch, jedoch nachhaltig belastend hohen Budgetposten für Polizei und Armee längst erfüllt. Tja, Sicherheit hat eben seinen Preis. Auch wenn der Einzelne als Bürger sich immer unsicherer fühlt und sich seiner verdienten Nachtruhe ob der Masseneinbrüche im Schlaraffenland Großherzogtum mitnichten noch sicher sein kann. Und nun auch noch die Pfaffen, die per SJ-Erzbischofs-Dekret, man lese und lache laut, wenn es nicht so armselig wäre, die von ihren Klerikern, gewissen Elementen des armseligen Bodenpersonals einer inexistenten Gottheit verschuldeten Missbrauchsaktionen, geblecht haben wollen. Und die als amtliche Gutmenschen und als, dixit Erzbistum, „ Zeichen des präventiven Einsatzes für Kinder und Jugendliche “ läppische 50.000 Euro als Unterstützung für ein Projekt in Rio de Janeiro spenden wollen. Zusätzlich zu den bis zu 5000 Euro „Schadenersatz“, die an anerkannte (von wem, bitte sehr?) Missbrauchsopfer klerikaler Kretins, nein Verbrechern, zu zahlen sind, versteht sich. Man hat eben nicht umsonst einen Jesuiten an die Spitze dieser Institution katholische Kirche in Luxemburg gesetzt. Nur, wo nimmt diese arme katholische Kirche, die nebenbei Geld, Macht und Gier bestens in den skandalösen Machenschaften der Vatikanbank zu pflegen versteht, deren Budget ihrer Filiale Marienland allerdings leider nur „Null von Null aufgeht“, so die jesuitischen Aussagen des Jean-Claude Hollerich anlässlich eines zahmen RTL-Interviews, denn plötzlich diese Gelder her? Jesuitentheater pur! Doch das Geld für diese guten Taten blecht natürlich…das Volk, das tumbe. Wer denn sonst? JCH und seine Truppen garantiert nicht!
Bommeleeër und klerikale Kinderschänder. Straffreiheit garantiert!
Und der evidente Indexklau – für wen also?
Cui bono ? – Wem zum Vorteil?
Dieser Beitrag von Frank Bertemes erschien auch im Tageblatt-Leserforum vom 8. 2. 2012.


