WAHLPFLICHT – WAHLZWANG – und wann das Gesetz ein Idiot ist

Es gibt Dinge die sind schwer weg zu kriegen. Zum Beispiel Religionen, Krankheiten – beide haben vieles gemeinsam – oder Gesetze. Besonders die unsinnigen.

„In this case the law is a idiot.“  – „The law is a ass – a idiot.“ – meint Mr. Bumble mehrfach  in seiner Bedrängnis vor dem Gericht, wo er Ungerechtigkeit argwöhnt. (Charles Dickens 1812-1870 – Oliver Twist ).

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WO WÄREN WIR OHNE RELIGION?

Mal ehrlich, haben Sie die Falle gleich bemerkt? Bei dieser Frage – wie im Titel –  stürzen sich ganz unterschiedliche Zeitgenossen auf den Text, mit ganz konträren Erwartungen. Interessant, nicht wahr? Die einen sagen sich – vor der Lektüre – ja genau, wollen wir doch mal sehen, und die anderen sagen sich … dasselbe. Wo wären wir denn wirklich ohne Religion, wenn wir die Entwicklung unserer Geschichte weltweit in den vergangenen Jahrhunderten betrachten? Wir können egal welchen Ausschnitt nehmen, das Ergebnis wird gleich ausfallen. Und wer will schon mehr als 5000 Jahre zurückblicken, wo alles sowieso ziemlich neblig wird? Außer dass da erste Bierrezepte auftauchen, ist uns doch der Rest ziemlich gleichgültig.

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Gedenkfeier

Alljährlich und an vielen Orten finden sie statt: Gedenkfeiern für die Kriegsopfer.

Meist nach diesem Marienland-Modell: Niederlegen eines Blumengebindes am Monument aux Morts – Bläser trompeten die Sonnerie aux Morts – Ansprache des Bürgermeisters – Abspielen der Nationalhymne – Feierliche Messe in der Pfarrkirche. Programmpunkte 1-4 werden zusammen in der geplanten Zeit von einer Viertelstunde abgewickelt. Die feierliche Messe dauert deutlich länger. Selbst unfeierliche Messen kommen kaum kürzer. Es fällt auf: die salbungsvolle Rede des Bürgermeisters verschont die wenigen Zuhörer mit der Wahrheit um die historische Entwicklung im Faschismus / Nazismus, an der die Kirche die Hauptschuld trägt, um die Handvoll gedenkende Schultern nicht über Gebühr zu belasten. Die Zeit ist eh knapp. Man gedenkt. Man heuchelt, dass man mitdenkt. Eben sagte der Bürgermeister, es dürfe nie vergessen werden, was geschah, obwohl es merkwürdigerweise in unseren Schulen unterschlagen wird wie es dazu kam. Also ist man de facto bemüht, dass es vergessen wird, nur gedenken will man ja, sonst nichts. Die Geschichtsfälschung ist offensichtlich. Die Vertreter der schuldigen Kirche vertreten die Täter an den Gräbern der Opfer. Es ist abscheulich. Die Verhöhnung der Opfer könnte geschmackloser nicht sein.

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Lieber Kultusminister,

wir wissen alle, dass Sie sehr viel zu tun haben. Im Marienland als Premier regieren und im Ausland bei vielen Anlässen mitreden, ist gewiss anstrengend, und zwischendurch immer mal beim Papst in Rom vorbeischauen erfordert ja auch Contenance, da er die Trennung von Kirche und Staat, zumal jene in Maryland, nicht unbedingt mit Orden auszuzeichnen pflegt. Da ist es gut eine Regierung zu führen, die noch nicht selbst dadurch auffällt, dass sie sich von der Una Sancta abgewendet hätte. Namhafte Kollegen und Kolleginnen in Regierung und Parlament besuchen das Te Deum, allen voran der Erste Bürger, wie es sich formaltechnisch gehört, nehmen als Finanzminister einen  Ehrendoktorhut vom Heiligen Herzen, oder retten die Umwelt – jung, gläubig, grün – mit  Fürbitten beim Papst. Vom Prozessionsspringen ganz abgesehen.

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Die Mittelalterpartei CSV

Wir freuen uns natürlich alle, heute – am 13. März 2017 – über RTL-online ein Schreiben der CSV-Fraktion zu erhalten, in dem diese Partei noch einmal deutlich macht, was sie ist: eine Mittelalterpartei, die man nicht wählen kann, wenn man als mündiger Bürger im 21. Jahrhundert in redlicher Weise am politischen Geschehen teilhaben will. Dass diese Katholen-Riege dem Innenminister in seinen Entscheidungen in Sachen Kirchenfabriken „pure Ideologie“ vorwirft – in der Landessprache „mam Kapp duerch d’Mauer“ – und für die Kirchenfabriken „über 200 Jahre gewachsene Strukturen“ als Argument anführt sie zu erhalten, ist insgesamt eher ein peinliches Schattenspiel, oder besser ein ausgemachtes Kasperletheater, das man heutzutage nicht einmal mehr einer aufgeklärten Vorschulklasse zumuten dürfte. Aber die Indoktrination …

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Erschreckend unseriös

„The idea of God is appalling.“

Schon Bertrand Russell fand allein die Idee eines Gottes erschreckend. Wahrscheinlich würden Millionen Menschen die Pfaffen ob einer solchen Idee heute auslachen, wären sie nicht über Jahrhunderte mit solchem Unsinn indoktriniert worden. Wir wissen – oft aus eigener Erfahrung, oder doch von vielen Autoren – wie unseriös dieses Geschäft war und ist. Zu allen Zeiten gab es Menschen, die die Absurdität der „Gottesidee“ erkannten, aber es war nicht gerade ratsam, angesichts der Machtfülle der Kirche, das öffentlich zu sagen oder zu schreiben. Manche taten es trotzdem, und wir kennen viele Schicksale berühmter „Ketzer“ die viel darunter zu leiden hatten oder mit dem Leben für ihre bekundete Erkenntnis bezahlten. Das Perfide an der Sache, und die Kirchen nutzten und nutzen es immer noch aus, ist die Unbeweisbarkeit einer nicht existenten Kategorie „Gott“, die eben nach den Gesetzen der Logik gerade deshalb nicht beweisbar ist, weil es sie nicht gibt, aber dass es sie nicht gibt ist auch nicht beweisbar. Ein Fall für jesuitische Kasuistik allemal. Die Pfaffen leben davon.

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Tripartite der Heuchler

Das Syfel beschäftigt noch immer – nicht nur uns. Auf unserer Galerie finden Sie diverse Momentaufnahmen einer Windmühlenschlacht, die zeitweilig Maryland erschütterte. Sie erinnern sich sicher an das „Syndikat“ der Kirchenfabriken – die unerwartete Heuschreckenplage – das kurz vor seiner Zerschlagung gegründet wurde, nachdem selbige Fabriken 200 Jahre lang keinerlei Neigung zu Syndikalismus gezeigt hatten. Wie schon mehrmals in der jeweiligen hitzigen Kampfphase, wagen wir erneut eine Prognose, die in unserer Aktualisierung reflektiert wird – Startseite, Beiträge, Galerie. Fazit: der Schrecken ging ins Heu … (Situation Ende Januar 2017).

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Das Christentum und seine Erfinder

Nun ist es wieder bald soweit. Die Christen feiern den Geburtstag ihres Religionsstifters. Weihnachten. Das Fest der Lichter und der Leckereien. Kein Wunder, die Sonne hat ihren Tiefststand erreicht, es ist kalt und dunkel. Man päppelt das Gemüt und den Leib mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten auf. So weit so gut.  Aber schon im zweiten Satz dieses Abschnitts gibt es zwei Fehler derer sich viele, wenn nicht die meisten, Christen nicht bewusst sind. Es ist weder der Geburtstag des Jesus von Nazareth, noch ist Jesus der Religionsstifter. Es ist noch nicht einmal erwiesen, dass diese Jesusfigur, wie wir sie von Kindesbeinen an kennengelernt haben, jemals existiert hat. Das Christentum wie wir es kennen, wurde von Paulus (früher Saulus) von Tarsus ersonnen. Dieser berühmte Apostel Paulus, dem der historische Jesus niemals begegnet ist, hätte sicher niemals damit gerechnet, dass seine Erfindung eine Weltreligion hergeben würde.

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Gerechtigkeit ist Ansichtssache

Dieser Beitrag reagiert auf die lamentierende Beschwerde des Gründertrios von «Fir de Choix» auf ihrer Webseite, seit die Verleumdungsklage vor Gericht gegen vermeintliche Kritiker als kostspieliger Schuss nach hinten losging, ohne dass man allerdings einsichtig geworden wäre, dass Kritik und Meinungsfreiheit selbst in Maryland freilaufende Hühner sind. Wir bringen hier den vollen Textkörper, der als PDF-Brief an die Vereinigung der Indoktrinationsbefürworter ging.

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Es fährt ein Zug nach Nirgendwo

Damit Sie die « Pointen » unserer Plakate auf GALERIE – soweit es welche sind, Humor ist bekanntlich auch Ansichtssache – besser einordnen können, lesen Sie vielleicht dazu noch unser Spottgedicht. Im eskalierenden Streit um die « Fabriken » – genauer : ihr astronomisches Vermögen – herrscht mittlerweile – gewollt ? – totale Verwirrung. Wir sollten also alle zusammen diese Baustelle weiterhin beobachten, denn es geht um viel, sehr viel. Nicht, das wir etwas von dem enormen Besitz abbekommen würden – ob er nun bei der Kirche oder in den Fabriken endigt – nur wäre es als Steuerzahler schon interessant zu wissen, was die « arme » Kirche denn da seit Jahrhunderten hortet.

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Das Erbe der Kirchenfabriken

« The times they are a-changin’ » sang Bob Dylan vor vielen Jahren und « you’d better swim or you sink like a stone. » Die Zeiten ändern sich, wir werden täglich mit diesem physikalischen Gesetz konfrontiert, wir altern und werfen Falten. Auch gesellschaftlich ist unser Leben dynamischer geworden. Wissenschaft und Technik haben uns einen rasanten Lebensrhythmus beschert. Tatsächlich gibt es aber immer noch eine Menge dieser Ewiggestrigen deren Lebenseinstellung und Denkweise durch frühe religiöse Indoktrination irreparabel geschädigt scheinen. In Luxemburg hatte die Katholische Kirche mit ihrem politischen Arm, der CSV, und der Großherzogliche Hof mit seinem Großherzog die Leine fest in der Hand. Und dies seit gefühlten Äonen. Nun gab es nach den letzten Wahlen ein Erdbeben im gesellschaftlichen Gefüge. Die moderne Gesellschaft in Luxemburg hat festgestellt, dass mit zunehmender Bildung die Zahl der Wunder drastisch abgenommen hat. Gott musste sich samt Gefolge in seine Kirchenmauern zurückziehen und sogar hier werden die Bänke und Stühle immer leerer.

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Kirchenfirmen – eine Anleitung

Kirchenfirmen sind nicht zur Firmung da, sondern Gesellschaften und Vereine firmieren unter einem Firmennamen, der dann auch ordentlich im Mémorial C (Sociétés et Associations) eingetragen und veröffentlicht wird. Heutzutage kann man überdies die Einträge elektronisch abrufen – legilux.public.lu – und wenn diese völlig legalen Gebilde der Kirche nahe und näher stehen – man beachte die Verwaltungsräte – dann nennen wir sie Kirchenfirmen.

Manche findet man ganz einfach, weil man sie kennt, zumindest ihren Firmennamen, und dann lesen Sie alle Eintragungen von der Gründungsakte über Statutenänderungen, Verwaltungsrat-Mandate und Bilanzeinreichung. Kennt man nicht einmal den Namen, wird es schwieriger. Denn manche Kirchenfirmen haben gänzlich unauffällige Firmennamen, die dem Normalbürger nichts sagen. So z. Bsp. die  „Société Immobilière Maria Rheinsheim S. A.“ eine millionenschwere Bistumsperle – hätten Sie’s gewusst?

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Maryland – ein Update

Liebe Besucher und Leser unserer Webadresse, sowie Besucherinnen und Leserinnen, oder auch BesucherInnen und LeserInnen …

Man muss ja heute vorsichtig mit der „political correctness“ umgehen, die bis zu grammatischen Fettnäpfchen bei der sensiblen Berücksichtigung aller menschlichen Gender führen kann. Wir wollen nur höflich bleiben, zumal bei genereller Ansprache, bei gewissen Adressaten wollen wir das nicht unbedingt und Spott und Hohn – wo angebracht – sind erklärtermaßen (siehe Startseite und Manifest) unser Geschäft. Darüber hinaus scheren wir uns nicht um political correctness und gesellschaftliche Konventionen: sie sind die Freibriefe für Heuchelei.

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TERROR MIT RELIGION

Im Namen Gottes zu töten ist Blasphemie – sagte Franziskus, der Obergaukler aus Rom, zu den Attentaten von Paris (13. November 2015). Wir meinen: es ist zuerst einmal Mord, das ist ein eindeutiges Verbrechen, wogegen Blasphemie eigentlich überhaupt nichts bedeutet. Hier zeigen sich schon widersinnige sprachliche Konventionen, die ausschließlich zum Schutz der Kirchen und ihrer Vertreter von den selbigen installiert wurden. Sprache kann – mit oder ohne Manipulation – zu Verwirrung führen, und mit der Logik in Konflikt geraten, wie Ludwig Wittgenstein vor fast 100  Jahren umfangreich beschreibt. Der vorige Papst Ratzinger war sicher auch begeistert von seiner treffsicheren Pirouette in seiner Regensburger Rede vom 12. September 2006. Er berief sich auf eine Aussage des byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaiologos vor über 600 Jahren, mit den bemerkenswerten Details, dass es verwerflich sei, den Glauben mit dem Schwert zu verbreiten, und dass Mohammed mit dem Islam nichts Neues gebracht hatte, außer Böses und Unmenschlichkeit. Und das nach über 16 Jahrhunderten katholischen Terrors mit genau den Mitteln die er – Ratzinger –  in seiner Rede geißeln wollte. Gewiss gab es damals Reaktionen und Kritik, nicht nur aus islamischen Kreisen, aber ob man ihm das heute noch überhaupt durchgehen ließe, ist doch sehr fraglich.

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GOTTESLÄSTERUNG – BLASPHEMIE

Der Papst und Irans Obermullah sind sich also einig. Gotteslästerung ist nicht erwünscht. Als Atheist oder anders Denkender stellt man sich natürlich gleich die Frage: Wer ist denn nun eigentlich beleidigt? Gott oder Götter? Oder sind es einfach nur die Religionsführer und deren fanatische Anhänger, die sich beleidigt fühlen? Und ist beleidigt sein, dieser schmerzhafte Kratzer im Lack der eigenen Eitelkeit, nicht eine Sünde?

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Option Wahnsinn

Sie wollen also die Wahl haben – fir de Choix – Religionsunterricht oder Werteunterricht, beides in staatlichen Schulen geliefert. Entgegen dem Regierungsprogramm. Die Vereinigung Fir de Choix will aber vor allem nur Religionsunterricht für ihre Kinder, denn für die wollen sie die Entscheidung treffen. Sie wollen entschieden nichts mit dem neuen Werteunterricht zu tun haben. Nicht ganz inopportun zu erwähnen, dass dieser neue Werteunterricht nach bisherigem Konzept nicht völlig frei von Religion ist, und das Spiel ist noch nicht aus, aber der zuständige Werteminister steht bereits von allen Seiten unter Beschuss, weil er, so darf man nach allen ausgewählten Fettnäpfchen unterstellen, doch ein bisschen sehr mit Religion liebäugelt. Trotz aufwändiger kostspieliger Mittel mit dubiosen ausländischen Experten, die auch zu sehr für Religion sind, und monatelang arbeitenden (sic?) Arbeitsgruppen, hat man weder Programm noch Unterrichtsmaterial, lediglich einen „Rahmenplan.“

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GLAUBE IN ZEITEN DER PARANOIA oder DAS ELEND DES ATHEISMUS

Ich hab’s versucht. Ich habe versagt. Ich bin Atheist. Es tut mir leid. Nicht, dass ich Atheist bin, nein: dass ich versagt habe. Ich habe versucht den Aberglauben meiner Mitmenschen als solchen zu entlarven. Der Wahnsinn triumphiert. Ich gebe mich geschlagen. Meine illustren Mitstreiter, von denen ich mich, als Schulabbrecher, klar ausklammern muss, haben sich die Finger klamm geschrieben und Vorträge gehalten. Es hat nichts gebracht. Der Religionswahn ist unbesiegbar. Deschner, Dawkins, Feuerbach, Diderot, Voltaire, Nietzsche und viele andere haben versucht den Verstand und die Welt wie sie ist, vor dem Schwachsinn zu befreien. Es ist ihnen nicht gelungen.

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Gegen Indoktrination

Loosst d’Fanger vun de Kanner!

Dies ist eine Streitschrift gegen Indoktrination im Kindesalter. Diese wird betrieben von einer Organisation die sich den zynischen Namen „Fir de Choix“ zugelegt hat und glaubt im Namen aller Kinder, nicht nur ihrer eigenen, zu sprechen. Auf den Verdacht hin, dass die Initiatoren dieser Liga selbst am eigenen Leib und Geist die christliche Indoktrination erfahren haben, muss man diesen Leuten mildernde Umstände zugestehen. Sie sind nämlich überzeugt von dem was sie sagen oder tun. Es gibt in unserer demokratischen und multikulturellen (!) Gesellschaft die Möglichkeit der freien Aussprache und Meinungsäußerung. Nun leben wir allerdings im 21. Jahrhundert, Galileo und Bruno sind vor kurzer Zeit kleinlaut rehabilitiert worden (von den „Choix“-Leuten), der Mond ist betreten und das Genom ist entschlüsselt.

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Gott ist ein Verbrecher

Es ist logisch zwingend: Gott ist ein Verbrecher. Jedenfalls der Gott der monotheistischen Religionen, die so ganz monotheistisch gar nicht einmal sind – man denke nur an die Trinität, die dreifaltige Göttlichkeit, oder die einfältige Dreieinigkeit – denn wie sonst sind die Verbrechen ihrer Vertreter und Anhänger auf dieser Welt seit 2000 Jahren zu erklären? Die maßlosen Verbrechen der katholischen Kirche seit der „Machtergreifung“ im Jahre 380 AD, die Blutspur des Islam seit dem 7. Jahrhundert (unserer falschen christlichen Zeitrechnung), die verheerende Beteiligung der Reformation seit 500 Jahren, die keine neuen, besseren Christen hervorgebracht hat, sondern fanatische Schänder … historische Verbrechen waren der Alltag. Das Judentum, aus dem die anderen Einfältigen eigentlich hervorgingen, kommt da schon gar nicht mehr mit, obwohl in den Ursprüngen ebenfalls gemäß Gottes Wort in der Bibel AT regional nicht ungefährlich  –  später selbst vielfach Opfer durch die Jahrhunderte, bis zum vorläufigen Höhepunkt Shoah (Holocaust) – wurde in den weiteren Entwicklungen als Weltreligion abgehängt, als Mitglieder – gläubig oder nicht – dezimiert.

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Scimus nihil – oder: Wir wissen nichts

Ein Leitspruch, oder Motto, ist oft wegen der vornehmer erscheinenden und stärker wirkenden Aussage in Latein verfasst, was aber übersetzt sehr ernüchternd sein kann. Ein Motto ist eigentlich ein Wahlspruch der eine Positionierung festhält, die man angeblich hat oder verfolgt. Aber manche Organisationen haben den Spruch gar nicht gewählt, dennoch machen sie jedem klar, dass er auf sie zutrifft. So kann Scimus nihil – wir wissen nichts – ohne Weiteres bei vielen Politikern, Institutionen, Schulen, und vor allem bei ländlichen Gemeindeadministrationen angetroffen werden, besonders dann, wenn es um die Behandlung unserer jüngsten Geschichte geht.

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Die Krise ist stabil

„Finding that no religion is based on facts and cannot therefore be true, I began to reflect what must be the condition of mankind trained from infancy to believe in errors.“

Robert Owen (1771-1858) britischer Sozialreformer.

Genau das ist der peinliche Hintergrund unserer „Kultur“ (sic!), genauer betrachtet ist es sogar der Hintergrund auch aller anderen Kulturen auf diesem Planeten: die Feststellung im Eingangszitat, dass die Menschheit von Kindheit an erzogen wird an Irrtümer zu glauben, denn keine Religion ist wahr, offenbart uns, dass wir geistig zwangsläufig seit Jahrtausenden in die falsche Richtung marschieren. Entsprechend sieht die Welt auch heute aus.

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Gottes Komplizen – oder: God is an ass

La seule excuse de Dieu, c’est qu’il n’existe pas. (Stendhal)

Dass Gott ein Stümper sein müsste erkannte schon Woody Allen (underachiever). Und seine Vertreter, besser gesagt seine Komplizen, bemühen sich seit Jahrhunderten, ihn mit spitzfindigen theologischen Argumenten in seinen unergründlichen Wegen zu übertreffen. Welcher Gott eigentlich? Spielt es eine Rolle welchen von den inexistenten Kaspern man meint? Ja sicher, besonders dort wo es noch drakonische Strafen für Blasphemie gibt. Es ist eine Absurdität ersten Ranges eine Beleidung von inexistenten Wesen überhaupt zu definieren. Aber Absurditäten sind wir ja mit den Komplizen gewohnt, die leider auch im Marienland ihr Unwesen treiben. Hochbezahlt, versteht sich. Das Unsichtbare und das Inexistente sind halt etwas teurer.

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Der Widerspenstigen Zähmung

Was verhüllt ist, wird offenbar werden, und was niemand weiß, wird allen bekannt werden. (Mk 4,22). Dieses Zitat aus dem Markusevangelium und der obige Shakespeare-Titel haben viel mit Täuschung und Enthüllung zu tun, und mit diesen Komponenten haben wir ja im Marienland traditionell und aktuell zu tun. Die Täuschung ist traditionell und die Enthüllung ist potentiell durch die neuen „Trennungskonventionen“ zwischen Kirche und Staat. Die Rede ist hier von den widerspenstigen Kirchenfabriken, die sich sträuben in den im Rahmen der Konventionen eigens dafür geschaffenen Fonds überführt und zusammengelegt zu werden. Diese Widerspenstigen gilt es also zu zähmen, aber auch einige andere Ungereimtheiten im Marienland bedürfen der Enthüllung, oder – im klerikalen Jargon – der Offenbarung.

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Atheisten sind böse

Herr Dr. Ibounig,

als bekennender Atheist schließe ich mich dem Präsidenten der AHA Luxemburg, Dr. Laurent Schley, an. Dieser hat kürzlich bei RTL-Carte Blanche Ihre Aussage „der Atheismus ist die Ursache des Holocaust!“ scharf kritisiert und mit Recht.

Ich muss gestehen, Ihre Aussage ist nicht die erste von vielen Wahrheitsverdrehungen welche ich aus christlichen und besonders katholisch gesalbten Sprechblasen gelesen habe. Mit einer geschichtlichen Vergangenheit wie sie die katholische Kirche vorzuzeigen hat, ist es schon eine Anmaßung, wenn ein katholischer Gottesvertreter mit Doktor-Würde (ich habe mir die Mühe nicht gemacht das Fach nachzuschlagen in welchem Sie promoviert haben – ich nehme einfach mal an es ist Theologie) die Geschichte interpretiert.

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Eine Frage des Glaubens

Der Religion ist nur das Heilige wahr,
der Philosophie nur das Wahre heilig.

(Ludwig Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)

Das Leben. Sonst nichts. Todesfurcht und Gotteswahn. Eine Frage des Glaubens. Vor 2000 Jahren schrieb der römische Dichter Titus Lukrez einen sprühenden Text zu diesem Themenkomplex. Gedankengänge für die Suchenden. Für jene Zeitgenossen, die gleichwohl auch heutzutage nichts mit Religion am Hut haben. Und wohl wissend, wohin diese die Menschheit führen kann, wie wir heuer leider brandaktuell weiter erleben müssen …

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