Seit Jahren treten wir für die Trennung von Kirche und Staat in Luxemburg ein, und die verhalten wachsende laizistische Tendenz in einer Bevölkerung, die mehrheitlich zwar nicht gläubig, aber dennoch religions- und kirchen-tolerant ist, verzögert leider zur Zeit noch die Entwicklung – auch auf der politischen Bühne – zur Verwirklichung einer rigorosen Trennung, die uns alle befreien würde von Bevormundung und verheerendem Einfluss in Bildung, Politik, und Gesellschaft, bis in das Privatleben hinein, und vor allem der völlig diskriminierenden Tatsache, dass der Staat den ganzen Kirchenapparat und üppige klerikale Dotierungen bezahlt, und Gläubige wie Ungläubige das mit ihren Steuergeldern finanzieren müssen. Der Indoktrination unserer Kinder in öffentlichen Schulen können auch heute noch viele Eltern in völlig deplaziertem Konformismus nicht entschieden entgegentreten und die katholische Kirche nutzt vielfältige Privilegien, auch in raffinierten „legalen“ Konstrukten, um Steuerbefreiung, Zuschüsse und Gratis-Dienste, etwa der Kommunen, zur weiteren Bereicherung ihres astronomischen Geldspeichers. Der Betrug des Staates am Volk, abgesehen vom inhärenten Betrug einer jeden Religion, müsste im 21. Jahrhundert eigentlich mit einem juristischen Finale, einer Klage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, seinen Abschluss finden. Jahrhunderte der Täuschung und des Missbrauchs, der Gewalt und Verbrechen in der endlosen Kette der Kriminalgeschichte des Christentums müssten reichen. Die katholische Kirche beutet, vor allem seit ihrem Durchbruch im 4. Jahrhundert, die ganze Welt aus, wie historisch akribisch dokumentiert bei Kreuzzügen, Inquisition, Hexenprozessen, Conquista, Ablasshandel und Mission. Sie verdient auch heute noch am Elend der Ärmsten und fördert Armut und Verelendung weltweit mit dogmatischen Mitteln. Wer das noch ohne Widerstand erträgt, muss schon sehr hart gesotten sein. Gehören Sie dazu?
Und dann noch etwas, um ein bisschen historisch zu werden. Durchaus mit der Absicht, unseren gesunden Widerstand zu untermauern. Nämlich ein Terminus der Geschichte, ein Zeitalter, das man im 21ten Jahrhundert der uns christlich aufgezwungenen Zeitrechnung (cf. Vim Wammer: „Das Jahr Null – Besinnliches zum christlichen Kalender“ – siehe Presse) eigentlich als etablierte Tatsache annehmen müsste. Mitnichten allerdings! Aufklärung! Im täglichen Sprachgebrauch: das Bestreben, durch den Erwerb neuen Wissens Unklarheiten zu beseitigen, Fragen zu beantworten, Irrtümer zu beheben. In diesem Sinne bezeichnend und einschlägig im deutschen Kulturraum bekannt geworden ist die Begriffsbestimmung durch Immanuel Kant: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.“ Wahrer Humanismus statt der Bevormundung durch die Kirchen, die für sich den Anspruch erhoben, höchste Entscheidungsinstanz in Fragen der Moral, der Wissenschaft, der Literatur, der Kunst und des Erziehungswesens zu sein. Und das in unverschämter, jesuitisch hinterlistiger Art und Weise auch heute noch tun.
Es ist daher unsere vornehmste Aufgabe, den Problemen entgegen zu treten, die ohne Kirchen und Religionen überhaupt nicht bestehen würden. Das „christliche Abendland“ hat – abgesehen von seiner falschen Zeitrechnung, die nicht einmal mit der theologischen Fixierung der Geburt des historisch inexistenten Christus übereinstimmt – kurz nach seiner dubiosen Gründung eine absurde Pervertierung von Moral und Gesinnung vollzogen, mit menschenverachtender Vorgehensweise Millionen Menschenleben völlig sinnlos „zur größeren Ehre Gottes“ verbraucht und eine Kultur des Unheils gebracht, die heute geistig verkrüppelte Gesellschaften hinterlässt. Humanistische, laizistische, atheistische, agnostische Kreise – die den jeweiligen Namen überhaupt verdienen wollen – müssen zusammen aufstehen, um diese immer noch laufende historische Katastrophe zu beenden.
Unser großherzogliches Marienland ist immer noch tief in seiner Unmündigkeit in religiösen Fragen verwurzelt, auch wenn die katholisch Getauften kaum noch etwas mit „ihrer“ Kirche am Hut haben. Dieser auch heute noch völlig inakzeptable Zustand bedarf des endgültigen Widerstandes all jener, die aufgrund ihrer persönlichen Überzeugung Atheisten und Agnostiker sind. Und die in diesem Lande immer noch nicht ernst genommen werden. Obschon nur mehr eine Minorität christlich praktiziert. Religiöse Indifferenz bestimmt den Alltag. Dennoch ist die katholische Kirche eine Institution, die tun und lassen kann, was immer ihr beliebt. Missbrauch von Kindern und willkürliche, oft versteckte Geldpraktiken inklusive. Das Ganze auf Kosten der Allgemeinheit. Aufklärung? Ja, sie ist längst noch nicht realisiert. In diesem Sinne soll diese Internetseite www.aracry.lu ihren bescheidenen Beitrag leisten.
Frank Bertemes Vim Wammer
Möge der Warnschrei des Ara das Marienland aus seinem Dornröschenschlaf erwecken!
Kontakt: contact@aracry.lu
„Die Kirche ist die höchste aller denkbaren Korruptionen.“
(Friedrich Nietzsche 1844-1900, deutscher Philosoph)
„Wir brennen wahrhaftig vor Geldgier, und indem wir gegen das Geld wettern, füllen wir unsere Krüge mit Gold, und nichts ist uns genug.“
(Bischof Hieronymus 347-420, katholischer Kirchenlehrer)
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